Die Geschichte des Schiess-Sport-Club Lembeck

Die Gründungsmitglieder der ersten Stunde

Der SSC Lembeck wurde 1958 auf der Jahreshauptversammlung des Bürgerschützenverein gegründet. Dort wurde ein Schriftstück verfasst, auf dem die damaligen Gründungsmitglieder Ihren Beitritt erklärten.
Dieses Schriftstück konnte auf der Jahreshauptversammlung am 15.03.1996 dem 1. Vorsitzenden Jürgen Kölnberger im Original von Heinz Mast überreicht werden.

Als Gründungsmitglieder unterschrieben damals:

1. Bernhard Mast
2. Josef Bongart
3. Willi Hemker
4. Heinz Mast
5. Günter Hortmann
6. Heinrich Liesen
7. Wilhelm Paß
8. Josef Gr.-Vorholt
9. Willy Leying
10. Josef Kerkmann
11. Heinrich Cosanne
12. Hugo Giese
13. Walter Leying
14. Siegbert Lohbreier
15. Hermann Hüls
16. Heinrich Heitmann
17. Bernhard Kerkmann
18. Theo Giese
19. Alfred Mümert
20. Heinrich Giese
21. Heinz Westhoff
22. Günter Linneweber
23. Eugen Seyer
24. Heinrich Töns
25. Bernhard Gr.-Westrick
26. Hermann Josef Strock

Die Gründung und ersten sportlichen Aktivitäten

Im Jahre 1958 ging mit der Gründung des SSC Lembeck der Wunsch vieler Interessenten in Erfüllung. Schützenbruder Josef Elvermann war es vor allem, der sich unermüdlich für die Gründung einer Schießgruppe einsetzte. Ihm zur Seite standen die weiteren Gründungsmitglieder:

Josef Bongard
Heinrich Cosanne
Heinrich Elvermann
Heinrich Giese
Hugo Giese
Theo Giese
Heinrich Heitmann
Bernhard Kerkmann
Walter Leying
Willi Leying
Heinz Mast

Aber nicht nur die Gründungsmitglieder, sondern auch der Allgemeine Bürgerschützenverein Lembeck unterstützte die Gründung, indem er das Geld zum Kauf des ersten Vereinsgewehres zur Verfügung stellte. In diesem Zusammenhang sind besonders die Namen des damaligen 1. Vorsitzenden, Franz Wöste und des damaligen Oberst Johannes Brömmel, zu nennen.
Da die Schießgruppe bis 1974 nur eine Abteilung des Allgemeinen Bürgerschützenvereins war, musste der 1. Vorsitzende der Schießgruppe dem Vorstand des Allgemeinen Bürgerschützenvereins angehören.

So wurden bei der ersten Generalversammlung folgende Vorstandsmitglieder gewählt:

1. Vorsitzender: Bernhard Mast
Schießwart: Willi Leying
Kassierer: Theo Giese
Schriftführer: Josef Bongard
Beisitzer: Wilhelm Pass

Schon bald nach der Gründung musste man feststellen, daß ein Vereinsgewehr nicht mehr ausreichte, um allen Schützen der Schießgruppe gute Trainingsmöglichkeiten zu bieten. So wurde in verschiedenen Lembecker Gaststätten ein Serienpreisschießen durchgeführt, von dessen Reinerlös ein zweites Vereinsgewehr gekauft wurde. Die Übungsabende wurden wöchentlich im Saal des Vereinslokales der Geschwister Stegemann durchgeführt.
Damals wie heute war es nicht nur das Ziel der Schießgruppe, gute sportliche Leistungen zu erzielen, sondern auch die Geselligkeit und die Kameradschaft im Vereinsleben zu fördern.

Bereits im Jahre 1959 wurden zwei Freundschaftswettkämpfe durchgeführt und zwar gegen die Nachbarvereine Rhade und Erle. Beide Begegnungen gingen jedoch knapp verloren. Im selben Jahr noch nahm eine Abordnung der Lembecker Schießgruppe an der Siegerehrung der Amtsmeisterschaften in Wulfen teil, wobei beschlossen wurde, dass die Schießgruppe Lembeck im darauf folgenden Jahr ebenfalls an den Amtsmeisterschaften teilnehmen sollte.

Die erste Herbstmeisterschaft des SSC Lembeck im Jahre 1959 zeigte, welches Interesse und welche Einsatzbereitschaft unter den Schützenbrüdern herrschte. Fast alle Schützen beteiligten sich an der ersten Herbstmeisterschaft um die Siegerplakette, die von den Schützenbrüdren Josef Elvermann und Theo Giese gestiftet worden war, zu erringen. Erster Herbstmeister wurde Heinrich Giese. Bei der Siegerehrung war auch der Oberst des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Lembeck, Johannes Brömmel, anwesend. Er freute sich über die rege Vereinstätigkeit und wünschte für das Fortbestehen der Schießgruppe alles Gute.

In den darauffolgenden Jahren stiegen die Leistungen und Erfolge der Lembecker Schützen. Neben den Amtsmeisterschaften und sonstigen Pokalschießen wurden auch verschiedene öffentliche Preisschießen durchgeführt. Dieses geschah jedoch nicht nur zu Gunsten des Vereins, sondern auch zur Unterhaltung der "Aktion Sorgenkind " (1962) und der Anschaffung des Ehrenmals (1967).

Diese Preisschießen wurden unter heute kaum vorstellbaren Bedingungen in verschiedenen Lembecker Gaststätten durchgeführt. Auch bei den "Dorfolympiaden " war der SSC Lembeck über Jahre hinweg mit einem Schießstand vertreten. Somit wurde auch Nichtmitgliedern die Möglichkeit gegeben, ihre Schießfähigkeiten zu testen. Im Jahre 1968 traten die Lembecker Sportschützen dem Westfälischen Schützenbund bei und gaben sich gleichzeitig den Namen "Schieß-Sport­Club Lembeck". Mit dieser Entwicklung musste der SSC Lembeck ein eigenständiger Verein werden.

Seit 1977 ist der Schieß-Sport-Club Lembeck ein eingetragener Verein und trägt seinen heutigen Namen:
"SSC Lembeck 1958 e. V.".

Das erste Vereinsheim

Schießen im Vereinslokal Stegemann

Nach der Gründung des Schiess-Sport-Club Lembeck wurde der erste Schießstand in der Gastwirtschaft Stegemann eingerichtet. Vom Schützenverein Lembeck wurde ein Luftgewehr gestiftet. So wurde den Gründungsmitgliedern die Gelegenheit gegeben, erste Schießabende durchzuführen.

Der erste Schießstand machte einen sehr improvisierten Eindruck. Geschossen wurde von einem Aufenthaltsraum aus durch eine herausgenommene Türfüllung auf einen Ständer mit einer Zielscheibe. Der Ständer wurde zwischen den Nähmaschinen der damals im Saale Stegemann untergebrachten Näherei aufgebaut. Der Auf- und Abbau der Schießstandes erfolgte nicht selten unter erschwerten Bedingungen, denn es mussten manchmal erste große Stapel Textilien, die in Schusslinie standen, beiseite geräumt werden.

Zu dem ersten Scheibenständer kam bald ein zweiter hinzu. Da die äußeren Bedingungen nicht von Dauer sein konnten, wurde 1962 durch Umbauarbeiten im Keller der Gastwirtschaft Stegemann ein neuer Schießstand eingerichtet. Von der Kegelbahn wurde ein separater Aufenthaltsraum abgetrennt. Dieser Aufenthaltsraum aber musste erst durch umfangreiche Ausschachtungs- und Betonarbeiten erweitert werden, um die erforderliche Länge von 10m zu bringen. So entstand ein erster richtiger Schießstand mit 3 Ständen. Ein moderner Gewehrschrank wurde von den Vereinswirten Geschwister Stegemann gestiftet. Schon nach geraumer Zeit zeigten sich enorme Leistungssteigerungen. Durch die Kameradschaft und die sportlichen Erfolge wuchs ein Verein heran, dem sich immer mehr Mitglieder anschlossen. Der ständige Zuwachs von Vereinsmitgliedern machte eine Erweiterung der vorhandenen Schießanlage unumgänglich.

Der erste Kleinkalieber Stand

Am Samstag, dem 25. November 1961 begannen die Mitglieder des SSC Lembeck mit dem Bau eines vereinseigenen KK-Standes in der Nähe des Schlosses Lembeck. Das Gelände wurde von Herrn Baron von Twickel zur Verfügung gestellt. Anhand einiger Unterlagen und Zeichnungen vergingen die ersten Arbeitsstunden mit viel Humor. An den weiteren Arbeitstagen waren immer mehr Schützenbrüder bei der Arbeit, denn es musste viel getan werden, bis der Stand seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Über 1000 Arbeitsstunden wurden bis zur Eröffnung des Schießstandes am 5. August 1962 von den Schützen investiert.

Bei der feierlichen Eröffnungsveranstaltung konnten zahlreiche Gäste begrüßt werden, die die ersten Schüsse auf der neuen Anlage abgaben. Zwei mechanische Scheibenrückholanlagen, die aus alten Fahrrädern zusammengebaut waren, ermöglichten ein rasches Auswechseln der Scheiben. Ferner war durch den Einsatz eines alten Wehrmacht-Fernglases die Kontrolle jedes einzelnen Schusses möglich, ohne die Scheibe jedes Mal zurückzuholen.

In den darauffolgenden Jahren wurde der KK-Stand viel genutzt und der Erfolg blieb nicht aus. Über Jahre hinweg siegte die KK-Mannschaft des SSC Lembeck beim alljährlichen Landgemeindenpokalschiessen. Der KK-Stand im Hagen förderte jedoch nicht nur die sportlichen Leistungen, sondern auch die Kameradschaft unter den Schützen.

Anfang der siebziger Jahre musste man leider immer wieder gewaltsame Beschädigungen an der Schießanlage feststellen. Als der KK-Stand im Jahre 1973 zum 3. Male mühsam in Eigenleistung wieder fertiggestellt war, wurde er erneut von unbekannten Rowdys aufgesucht und derart demoliert, dass der Vereinsvorstand resignierte und den Abbruch der gesamten Anlage beschloss. Seit dieser Zeit werden die KK-Übungsstunden und auch Wettkämpfe überwiegend auf dem KK-Schießstand in Raesfeld durchgeführt.